Heilpflanze des Jahres 2022

Das vielseitige Wildkraut hat seinen Ruf in den letzten Jahren enorm aufgewertet. So wurde aus dem einst ungeliebten „Unkraut“ inzwischen eine vielfach geschätzte Nutz,- und Heilkräuterpflanze.

… eine unserer wilden Ecken.

Für viele von uns ist sie, verarbeitet zu Brennnesseljauche, eine wirkungsvolle Dünge,- und Stärkungshilfe, und infolgedessen lässt der ein oder andere die Brennnessel in seinem Garten auch einfach mal gewähren. Bei uns wächst sie überall, was zu mal mehr und mal weniger schmerzhaften Begegnungen führt. Manchmal, wenn die Arme oder Beine wieder einmal rot glühen und quaddelig brennen, platzt mir aber die Hutschnur. Dann muss die flammende Kriegerin zumindest an den Wegrändern weichen.

Für viele Insekten und vor allen Dingen für die heimischen Schmetterlinge tuts mir jedes Mal leid, denn Admiral, Kleiner Fuchs und Tagpfauenauge brauchen sie dringend als Futterpflanze. Sorry, nun gut, alles, was irgendwie geht, bleibt eh stehen. Wie handhabt ihr das?

Tipp zur Wildkräuterküche

Brennnesseln enthalten mehr Vitamin C und Vitamin A als so manche Kulturpflanze. Ebenso sieht die Statistik bei den Mineralstoffen aus. Das Wildkraut beinhaltet z.B. deutlich mehr Kalzium, Eisen und Magnesium als Grünkohl. Also öfter mal essen statt ausreißen. Wir mögen besonders gerne die jungen Blättchen im Salat, im Pesto oder im Smoothie. Lecker!